Außerirdisches Leben

transmission: 51
date: 21.09.09
source: hypernet
type: column

 

 

Wie wird es aussehen ? Kleine grüne Männchen oder Reptilien ? Vielleicht sogar insektenartig ! Auf fernen Planeten herrschen andere Bedingungen, also sollte die Lebewesen dort auch anders aussehen als der Mensch – denken wir zumindestens. Aber die Vielfältigkeit intelligenten Lebens auf bewohnbaren Planeten ist eine Sichtweise aus der Frühzeit der Weltraumforschung und rein spekulativ. Sie wird vor allem durch Science-Fiction-Filme und -Literatur transportiert. Die Andersartigkeit von Aliens ist dort als Stilmittel nicht wegzudenken und hat sich in unsere Vorstellung eingebrannt.

 

Aber ist das realistisch ?

 

Auf der Erde hat sich der Mensch als einzige intellegente Lebensform entwickelt und das auch noch ungefähr gleichzeitig in verschiedenen, voneinander getrennten Regionen. Andere Säugetiere und andere Tiere überhaupt konnten sich physisch nicht in einer derartig kurzen Zeitspanne an ihre Umwelt anpassen, geschweige denn ihr Gehirn so schnell weiterentwickeln. Da die lokalen Bedingungen günstig gewesen sind, hat sich der Humanoid durchgesetzt, weil er die Form darstellt, die am besten geeignet ist, mit der gegebenen Umwelt zu interagieren. Eine andere Ausprägung intelligenten Lebens ist vielleicht durch andere planetare Vorraussetzungen und Umweltbedingungen möglich, wie sie auf fremden Planeten herrschen könnten.

 

Doch wie anders können die Bedingungen sein, wenn wir die Möglichkeit für Leben überhaupt nur erdähnlichen Planeten zuschreiben ?

 

Grundvoraussetzung für habitable Planeten ist flüssiges Wasser, d.h. Temperatur und somit die Intensität der Sonneneinstrahlung sollten erdähnlich sein. Weiterhin muß eine Atmosphäre existieren, die eine Schutzschicht gegen Asteroideneinschläge bildet, harte UV-Strahlung absorbiert und für ein stabiles Klima sorgt. Sie gilt als zweiter wichtiger Grundstein des Lebens und dient gleichzeitig den Lebewesen als Energiequelle (Atmung). Andere Faktoren, wie die Größe des Planeten, die Anzahl der Monde, die Umdrehungs- (Tageslänge) bzw. Umkreisungsgeschwindigkeit (Jahreslänge) spielen nur eine untergeordnete Rolle. In unserem Sonnensystem ist der Mars neben der Erde der einziger Planet, welcher diese Voraussetzungen erfüllt. Im habitablen Bereich liegt auch noch die Venus, jedoch ist ihre Atmosphäre sehr lebensfeindlich.

 

Bei der Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, sogenannten Exoplaneten, konzentrieren wir uns also vor allem auf Erdähnliche, in der Hoffnung auf Leben zu stoßen. Man kann davon ausgehen, daß intelligentes Leben auch auf anderen Planeten eine bestimmte Form ausgebildet hat, die sich vor allem durch ihren hohe Effiezienz als Interface zur Umwelt auszeichnet. Eine Umwelt mit erdähnlichen Bedingungen wohlgemerkt ! Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb hoch, daß Aliens so aussehen wie wir – daß wir auf Humanoide treffen. Sie mögen vielleicht etwas größer oder kleiner sein, unerhebliche Abweichungung im Skelletbau oder bei der Lage und Anzahl der Organe aufweisen, aber trotzdem menschenähnlich. Wenn sie gar genauso aussehen wie wir (man bedenke die Variationsbreite der menschlichen Form auf der Erde), dann hat sich dieFrage Wenn’s Aliens gibt, warum war dann noch keiner hier ? auch endlich geklärt… Wir hätten sie wahrscheinlich nicht einmal erkannt !

 

Links:
Zweite Erde entdeckt
Gibt es Leben auf Nr. 5
Außerirdisches Leben aus Sicht der Religion
Außerirdisches Leben und dessen Form

(end of transmission)

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